Operationen ohne Klinikaufenthalt: Hirslanden OPERA Bern setzt auf ambulante Eingriffe

Aufgrund der medizinischen und technischen Entwicklungen können heute immer häufiger operative Eingriffe ambulant durchgeführt werden. Diesem Trend trägt auch die Hirslanden-Gruppe Rechnung und eröffnet bereits ihr fünftes ambulantes Operationszentrum: Hirslanden OPERA Bern. Besonderes Augenmerk bei der Planung lag auf dem kompakten und übersichtlichen Raumprogramm, was der schnellen Taktung der OPs geschuldet ist. Die kurzen Eingriffe setzen einen besonders effizienten Ablauf und kurze Personal- und Patientenwege voraus. Entsprechend liegen die wesentlichen Bereiche – präoperative Zone, Sterilisation, OP-Räume, Gastroenterologie, Überwachung und Aufwachkojen – nah beieinander. Dieser „Kern“ wurde auch architektonisch hervorgehoben und gliedert den gebäudebedingten Grundriss.

Das ambulante Operationszentrum befindet sich im Hochparterre eines denkmalgeschützten Gebäudes. Die zwei ausgebauten Säle sind OP-I-zertifiziert und wurden gemäss dem neusten HLKSE-Standard technisch neu erschlossen. 

Wie bereits in den bestehenden ambulanten Operationszentren wurde auch im OPERA Bern eine ortstypische Heilpflanze als Gestaltungselement aufgegriffen – in diesem Fall die Zwiebel. Als florales Folienmotiv ist sie an mehreren Glastrennwänden auszumachen und wurde durch grüne Akzente ergänzt.

Gesundheit und Schönheit unter einem Dach

Mit Olten ist bereits der vierte Standort von Skinmed  eröffnet worden. Direkt in der Altstadt gelegen, befinden sich die Räumlichkeiten der neuen Praxis in einem viergeschossigen, denkmalgeschützten Stadthaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Gestaltung mit dunkel lasiertem Fichtenholz lehnt sich unverkennbar an die Praxis in Lenzburg an. Ein Novum bei Skinmed bildet der integrierte Bereich für kosmetische Behandlungen, der im 2. Obergeschoss untergebracht wurde und über einen separaten Eingang erschlossen wird. Für den Kosmetikbereich wurde eigens ein neues Interior-Konzept kreiert, das zwar einen Bogen zur Praxis schlägt, aber mit warmen Brauntönen noch stärker auf Wohlfühlambiente setzt.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der historische Bau bis auf die Grundmauern entkernt. Lediglich die alte Holzbalkendecke blieb erhalten, musste aber brandschutztechnisch entsprechend gesichert werden.

Skinmed goes Spitzengastronomie

Einst wurden in der alten Spenglerei auf dem Hero-Gelände in Lenzburg Konservendosen produziert. Nun entstand in den geschichtsträchtigen Produktionsräumen ein Restaurant auf Sterne-Niveau: das „Skin´s“. Den gestalterischen Rahmen für die kredenzten Köstlichkeiten bildet ein Interieur, das unübersehbar eine Brücke zu Skinmed schlägt. Auch hier dominieren dunkle Brauntöne, wertige Materialien und fein ausgearbeitete Details wie die Bänder in Messingoptik, die in die Wand eingelassen wurden. Grossformatige Foodfotografien tragen ebenso zum atmosphärischen Ambiente bei. Die Räumlichkeiten strahlen behagliche Eleganz aus, gleichzeitig konnte aber auch der industrielle Charme des alten Gebäudes bewahrt werden. So blieb beispielsweise die historische Kappendecke sichtbar. Insgesamt bietet das Restaurant 36 Sitzplätze, die sich auf vier unterschiedliche Ebenen verteilen. Der Küchen- sowie der Patisseriebereich ist zum Gastraum offen und lädt ein, einen Blick auf die Präzisionsarbeit der Köche zu werfen.

Auffrischungskur im Bahnhof Zug: Dezentes, aber kraftvolles Gestaltungskonzept

Bei der Planung des Innenausbaus galt es, möglichst viel Bausubstanz einer alten Praxis zu übernehmen – in aufgefrischter Form mit modernem Twist: Erhalten blieb mitunter das Deckenraster mit LED-Profilleuchten, die aber nicht mehr flächenbündig in die Decke eingelassen, sondern nun aufgesetzt sind. Raffiniert ist zudem, dass nicht die gesamte Flurbreite damit beleuchtet wird. Auf eine wirkungsvolle Lichtführung wurde auch im Empfangs- und Wartebereich gesetzt: Durch das neue Lichtband seitlich der abgehängten Decke wirkt der Raum deutlich grosszügiger. Vom Bestand übernommen wurden auch einige Holzschränke in den Behandlungszimmern. In Anlehnung daran sind die neuen Sitzbänke und die neue Empfangstheke ebenfalls in Eiche gestaltet.

Das helle und freundliche Ambiente ist nicht nur der Lichtführung, sondern auch dem Farbkonzept geschuldet: Die Wände sind bis zu einer Höhe von 1,80 Meter in lichtem Grau gestrichen, wobei der dunkelgraue Sockelbereich mit einer dekorativen roten Linie abgesetzt ist. Analog zu den farbigen Wänden sind die Glastüren in derselben Höhe mit einer bedruckten Folie beklebt. Die schwarzen Türrahmen sowie die Scharniere und Profile der Glaswände setzen einen dunklen Kontrast und runden das Gestaltungskonzept pointiert ab.

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Praxis ahoi: Physiozentrum eröffnet zweiten Standort in Luzern

Mit seiner gerundeten Glasfassade, die an einen Schiffsbug erinnert, sorgte in den 1990er-Jahren das Wohn- und Geschäftshaus der SUVA am Löwenplatz für Aufsehen. Nun befindet sich im 4. OG des Gebäudes, das damals vom Architekten Hans Eggstein entworfen wurde, der zweite Standort des Physiozentrums in Luzern.

Das Motiv „Schiff“ wurde im Inneren der Praxis weitergeführt: So ist beispielsweise der Handlauf am Empfangstresen wie eine Reling ausgebildet, und die runde Folienbeschriftung an den Türen der Behandlungszimmer zeichnet kleine Bullaugen nach. Der graue Bodenbelag aus Kautschuk, Glasbausteine sowie Elemente aus Streckmetall, die die Kältesegel an der Decke kaschieren, schaffen einen technisch-kühlen Grundcharakter der Räumlichkeiten. Wärmere Töne werden hingegen durch die Wände aus weiss lasierter Seekiefer angeschlagen. Zudem setzen Kugelleuchten – ein Novum in den Praxen des Physiozentrums – einen dekorativen Akzent.

Highlight der Praxis ist der MTT-Bereich, der sich an der Stirnseite des Gebäudes mit gerundeter Glasfassade befindet. Hier bietet sich den Patienten ein offener und weiter Blick wie auf einem Schiffsdeck.

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Dynamischer Grundriss: Das Spiel mit Diagonalen

Im alten Postgebäude in Schaffhausen, direkt gegenüber vom Bahnhof, hat eine weitere Filiale des Physiozentrums Einzug gehalten. Der Grundriss des historischen Baus musste hierfür allerdings neu organisiert werden: Zum einen, um ihn für den Praxisbetrieb überhaupt effizient nutzbar zu machen. Zum anderen, um eine lebendigere Raumwirkung zu erzielen. Hierzu wurde die tragende Mittelwand, die das Gebäude in zwei schmale und lange Hälften gliedert, an zwei Stellen durchbrochen. Durch neue, schräg gesetzte Wände sind nun abwechslungsreiche Raumstrukturen entstanden. Untermauert wird der dynamische Eindruck durch unterschiedliche Deckenhöhen innerhalb der Behandlungsräume, aber auch durch grafische Details: Die Beschriftungen an den Türen sind innen- und aussenseitig angebracht, was eine optische Tiefe schafft.

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Physiozentrum Zürich Enge: Umbau mit optimierter Flächennutzung

Früher befanden sich Büros in dem denkmalgeschützten Gebäude am Bahnhof Enge. Ende 2021 ist hier nun ein weiterer Standort von Physiozentrum.ch entstanden. Während die Gebäudefassade für den Umbau nicht tangiert werden durfte, wurden das EG sowie das 1. OG komplett neu organisiert und gestaltet. Es galt, den Grundriss optimal zu nutzen und neben einem grosszügigen Trainingsbereich elf Behandlungszimmer unterzubringen.

Im Gegensatz zu anderen Praxen von Physiozentrum.ch findet sich hier Holz nicht am Boden, sondern an Decken und Wände. Vertikale Holzlamellen aus Eiche schaffen eine feine Struktur, die einen Kontrapunkt zu den glatten und kühl wirkenden Oberflächen in Silbergrau und Weiss setzen.  

Eine besondere Herausforderung bei der Raumkonzeption stellte der innenliegende und somit fensterlose Wartebereich im 1. OG dar. Um auch hier für Tageslicht zu sorgen, wurden in den angrenzenden Behandlungszimmern Glastrennwände eingesetzt. Mit einer speziellen Spiegelfolie ausgerüstet, lassen sie das Licht zwar durchscheinen, schützen aber gleichzeitig vor Einblicken. 

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Mehr Fläche, mehr Behandlungsspielraum

Um ihre Kapazität zu erhöhen, wurde die Klinik von Skinmed in Lenzburg ausgebaut. Bislang umfasste diese eine Fläche von 1190 m2, neu sind es insgesamt 2‘110 m2. Im 1. Obergeschosss sind sieben Sprechzimmer beziehungsweise Behandlungsräume für kleinere chirurgische Eingriffe hinzugekommen, zudem ein Multifunktionsraum sowie ein Wartebereich. Im 2. Obergeschoss wurden unter anderem vier OP-Säle und sechs Aufwachräume für ambulant behandelte Patienten ergänzt. Ausserdem sind zwei zusätzliche Zimmer für stationäre Aufenthalte entstanden, wobei sich die Gestaltung an das exklusive Interieur der bereits bestehenden Patientenzimmer anlehnt: Infusionshalter und sonstige nüchtern-technische Vorrichtungen wurden geschickt kaschiert, dunkle Holzeinbauten und die Designmöblierung sorgen für behagliches Hotel-Ambiente.

Brückenschlag zur Kunst: Inspiriert vom Roten Platz

In Anlehnung an den Raiffeisenplatz in St. Gallen – die Künstlerin Pipilotti Rist tauchte den öffentlichen Raum in kräftiges Rot – spielt auch im Physiozentrum die Farbe Rot eine identitätsstiftende Rolle. Ebenso wurde die Idee einer klar ablesbaren Zonierung in der Praxis aufgegriffen, was sich am Materialwechsel an Boden und Decke ablesen lässt: In einigen Bereichen wurde dunkelgrauer PVC verlegt, darüber ist die Sichtbetondecke inklusive Leitungen und Schächten roh belassen und lediglich rot gespritzt. Dort, wo weiss geöltes Eichenparkett den Bodenbelag bildet, sind hingegen weisse Deckenelemente abgehängt. Auch haptisch wurde auf Kontraste gesetzt: Die Oberflächen der weissen Einbauelemente sind mal rauh mit „Besenstrich“ und mal glatt gestaltet.

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Flächenoptimiert: Kleine Räume, grosser Nutzen

Die Praxis für Angiologie in Baden-Dättwil ist einer von vier Standorten des „Zentrums für Gefässmedizin“ und befindet sich im Attikageschoss eines u-förmig angelegten Gewerbebaus. Dieser verfügt zwar über viel verglaste Fassadenfläche, bietet dafür aber nur eine geringe Raumtiefe. Um trotzdem ausreichend viele Behandlungsräume für vier Ärzte generieren zu können, wurde ein Mittelgang angelegt. Von diesem gehen beidseitig Zimmer ab, die in ihrer Fläche so klein wie möglich dimensioniert wurden. Platz konnte vor allem dadurch eingespart werden, indem man darauf verzichtete, in jedem der Untersuchungs- und Behandlungsräume einen eigenen Waschplatz einzurichten. Stattdessen befinden sich im Gang zwei offen zugängliche Nischen mit Lavabos. Schöner Nebeneffekt: Durch die Nischen wird der lange Erschliessungsgang optisch aufgebrochen.